27. Mai 2006

Aus mir gänzlich unerfindlichen Gründen hält sich hartnäckig das Gerücht, Katzen wären wasserscheu. Für die meinigen trifft das jedenfalls nicht zu. Von Regen lassen sie sich selten einen Ausflug ins Freie vermiesen. Die Badewanne ist meistens sehr interessant, auch wenn Wasser drinnen ist. Einmal habe ich beim Duschen die Wanne zugestoppelt und danach das ca. 10 cm hoch stehende Wasser eine Zeit lang stehen lassen. Nach kurzer Zeit sind die Katzen drinnen herumgewatet. Das gelegentliche Vollbad im Gartenteich, wie vor der Aufnahme des Fotos rechts, dürfte jedoch unfreiwillig sein und beim Nachlaufen spielen oder beim Gerangel mit Fremdkatzen aus Unachtsamkeit passieren.
7. März 2006

Carmen hat nicht lange gebraucht, um festzustellen, dass ein Röhrenmonitor angenehme Wärme abstrahlt. Der Monitor war einer ihrer Lieblingsplätze. Es gab ja früher einmal das Gerücht, dass die Katzenmafia daran Schuld sei, dass Flachbildschirme so lange Zeit so teuer geblieben sind. Mittlerweile sind sie sehr günstig geworden, was auch mich zum Umstieg bewogen hat. Carmen war jedoch sehr verwundert, als sie das erste Mal statt auf den Röhrenmonitor unbeabsichtigt hinter den Flachbildschirm gesprungen ist. Der alte Monitor steht jetzt neben dem LCD-Bildschirm und wird gelegentlich auch noch eingeschaltet.
28. August 2005

Hier ist eine Zusammenstellung von Katzen-Fotos, die hautsächlich im zweiten Halbjahr 2004 aufgenommen wurden. Ein Klick auf nebenstehendes Bild führt zur Galerie. Die Bilder entstanden großteils im Garten bzw. in meinem Büroraum. Der Kratzbaum, der vorher lange Zeit weitgehend unbeachtet im Wohnzimmer gestanden ist, ist seit der Übersiedlung ins Arbeitszimmer sehr beliebt. Da ich mich meistens dort aufhalte und meine Katzen gerne Gesellschaft haben, ist das eigentlich auch nicht sehr verwunderlich.
7. August 2005

Im Sommer 2002 sind Carmen und Gizmo bei mir eingezogen. Sie sind Geschwister aus einem Wurf mit sechs Kätzchen und wurden Ende Mai geboren. Gizmo ist einfärbig schwarz und Carmen ist mindestens dreifärbig. Im Alter von zehn Wochen sind sie zu mir gekommen. Sie haben sich sehr schnell eingewöhnt und sind schnell gewachsen. Natürlich waren sie, solange sie so klein waren, besonders interessant und sehenswert, ich bin aber auch froh, dass die Zeiten, zu denen um fünf Uhr Früh zwei Katzen über meinen Bauch Nachlaufen gespielt haben, wieder vorbei sind. Gizmo wurde mit sechs Monaten kastriert. Carmen war das Nesthäkchen (das jüngste und kleinste der sechs Kätzchen) und entwickelte sich etwas langsamer. Mit neun Monaten war es dann auch für sie so weit. In den Garten durften sie erst nach der Kastration. Mittlerweile ist Gizmo ein stattlicher, sehr muskulöser Kater mit sechs Kilogramm geworden und Carmen wiegt etwa viereinhalb Kilogramm. Leider habe ich aus der Zeit ihrer ersten Monate nur sehr wenig Bildmaterial.
30. Juni 2005

Es war in einem Februar in den frühen 1990er-Jahren und es lagen rund 30 cm Schnee, als ich beim Holz holen bemerkte, dass da ein Tier im Schuppen war, das flüchtete bzw. sich versteckte, wenn ich kam. Nachdem mir das mehrfach aufgefallen war und ich einmal eine Katze gesehen hatte, stellte ich Katzenfutter hin, das auch immer gefressen wurde. Nach einigen Tagen sah ich ihn dann das erste Mal aus der Nähe: einen roten, leicht getigerten, etwas abgemagerten, kastrierten Kater, den ich zuerst für eine Katze hielt. Langsam kamen wir einander näher, aber trotz regelmäßiger Fütterung dauerte es über vier Monate, bis er zum ersten Mal ins Haus kam. Trotzdem (oder vielleicht gerade weil ich ihn zu nichts zwang) entwickelte er sich zu einem sehr anhänglichen Tier.

Die folgenden Winter verbrachte er fast ausschließlich im Haus. Selten war er lange im Garten. Im Sommer hingegen war er Tag und Nacht draussen aber selten weit weg. Er ließ sich auch von dem in meinem Elternhaus nebenan wohnenden Kater Nino, mit dem er zwangsläufig im Garten zusammen traf, nicht vertreiben. Carlo war etwa drei Jahre bei mir, bis er einer schweren Krankheit zum Opfer fiel. Wie alt er war, weiß ich nicht, aber er war sicher nicht mehr der jüngste, als er zu mir kam. Jedenfalls hatte er einen schönen Lebensabend und ich werde ihn nicht vergessen.